Wie Zukunfts-Träume ihren eigenen Platz finden

Niemand braucht Betreuung, solange sie selbst handeln kann

In den letzten 20 Jahren sind wir mehr und mehr zu einer Gesellschaft der Betreuenden und Betreuten mutiert. In den Medien wird tagtäglich darum gestritten, was “richtig” sei. Dabei sind wir Menschen doch sehr verschieden und oft unterschiedlicher Meinung. Was für den einen stimmt, ist für eine andere falsch. Nichtsdestotrotz boomt das Ratgebergeschäft. Die richtige Diät, die richtige Ernährung, der richtige Sport, die richtige Sichtweise auf …, die richtige Unternehmensführung und so weiter.

Obwohl man also jede Menge Rat in Zeitungen, Zeitschriften, Büchern, Vorträgen, Videos und Podcasts findet, sind so viele Menschen unzufrieden. Warum? Weil sie nicht tun, was sie wirklich wollen. Sie bemühen sich, Regeln einzuhalten, mit denen sie nicht Freund werden, die nicht ihre sind. Denn Medien können nur einen Rat für möglichst alle geben. Deshalb fällt er notgedrungen allgemein aus. Wir Menschen sind aber individuell. Jeder kann sehr gut selbst entscheiden, wie er leben, denken, lernen, arbeiten, lieben will.

Deshalb sage ich nicht, was “richtig” ist, sondern coache meine Kundinnen zu I H R E M Ergebnis; zu dem, was für sie wirklich, wirklich stimmt.

Vor einigen Jahren fiel mir eine ehemalige Kundin im Park um den Hals. Ich war auf dem Weg zu meiner Joggingrunde. Sie rief: „Das war das Beste, was ich je gemacht habe, als ich zu dir kam!“ Ich hatte sie 20 Jahre lang nicht gesehen. Du kannst dir vorstellen, wie verblüfft ich war. Und wie sehr ich mich freute. Sie bewarb sich damals auf ihren Traum-Job, für den sie formal nicht ausgebildet war – aber erfahren durchs Ehrenamt. Sie bekam ihn und war glücklich. Und das war sie 20 Jahre später offenbar immer noch.    

Umsetzungs-Coach für Frauen zwischen 18 und 98

Menschen zu helfen, leichter zu sich selbst zu stehen, macht mich froh

Das ist es, was ich seit mehr als 35 Jahren tue. Ich coache Menschen, zu sich selbst zu finden und umzusetzen, was sie wirklich wollen.

Warum ich das mache? Es hat mit der Freundschaft mit einem schwer misshandelten Jungen in meiner Kindheit zu tun. Dass ich ihm immerhin ein wenig helfen konnte, weckte meine Empathie für Menschen, deren Wünsche und Lebensentwürfe nicht auf Applaus in ihrer Umwelt treffen. Sondern auf Ablehnung. Oder sogar auf Gewalt, wie in seinem Fall.

Ein anderes Erlebnis hat mich noch stärker geprägt. Als ich zum Gymnasium in der Stadt wechseln wollte, teilten mir meine Freunde (eine Jungengruppe) mit, dass ich mich entscheiden sollte: entweder sie oder die höhere Schule. Denn wenn ich dort hingehen würde, dürfte ich mit Sicherheit hochnäsig werden und mit ihnen nicht mehr spielen wollen. Ich verlor meine Freunde bis auf einen. Ich lernte: Mutig tun, was ich mir wünsche, kann auch schmerzen. Ich tat es noch ein paarmal.