Wie dein innerer Mutmacher dir den Weg aus der Krise zeigt

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konstruktiv streiten
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Wie dein innerer Mutmacher dir den Weg aus der Krise zeigt

Du kennst Chilisanne noch nicht? Ich stelle sie dir vor. Denn du brauchst sie auch, wenn du tun willst, was du wirklich willst – wie auch immer du deinen inneren Trietzer – denn das ist sie zweifellos – nennst. Denn ihre Art und Weise, wie sie Mut macht, ist oft unangenehm.

Chilisanne ist meine Mutmacherin 

Chilisanne ist die gemeine Frau im Ohr. Manche behaupten, sie wäre ihr Topdog und unbedingt zu bekämpfen. Andere nennen sie Hexe. Sie gibt routinemäßig kontra, nörgelt an einem herum, ist grundsätzlich unzufrieden mit mir. Kurzum: Sie nervt reichlich!

Ihr Aussehen ist eher durchschnittlich, weil sie sich noch nie an weibliche Gepflogenheiten gehalten hat. Friseur? Findet sie “ätzend”, macht unauthentisch, findet sie. Natürlich trägt sie mit Vorliebe einen Spitzhut mit weitem schlapperigen Rand. Ach ja, eine Katze hat sie auch. Wie Rotmaus, so heißt sie, streckt auch Chilisanne gerne die Zunge raus. Die Motive dafür sind allerdings verschieden. Rotmaus’ vorwitzige Zunge zeigt an, wie entspannt sie ist. Dagegen ist Chilisanne’s Botschaft: “Du kannst mich mal!”

 

3 Gründe, warum Chilisanne nichts mit dem inneren Schweinehund gemein hat 

Jetzt glaubst du vielleicht, die kennst du. Denkst du, sie sei der innere Schweinehund, der dich immer so fies in die Komfortzone lockt? Weit gefehlt! Chilisanne kickt einen raus ins Ungewisse. Zumindest ist das ihr Ziel. Für die ungefragte Einmischung nutzt sie am liebsten diese Werkzeuge:

Druck machen  

  • Träum ruhig weiter, aber beschwer’ dich später nicht!
  • Wie lange willst du noch auf die bessere Option warten?! Mach endlich!
  • Du musst deine Angst erst bewältigen? So ein Quatsch! Weich nicht aus, verdammt!

Drohen

  • Wenn du so weiterdödelst, helfe ich dir nicht aus dem Schlamassel raus.
  • Du verarmst, verlierst deinen Mann und wirst obdachlos, wenn du nicht ganz rasant in die Füße kommst!
  • Hör auf, dich klein zu machen! Sonst bist du tot, bevor du den Job kriegst.

Verachten

  • Du bist mir zuwider mit deinen ewigen Ausreden!
  • Immer auf Anerkennung schielen, bah, wie unwürdig du bist!
  • Für Menschen mit Power, die ängstlich tun, hab’ ich nichts als Verachtung übrig.

 

 Ein Leben mit Chilisanne ist   zweifellos unterhaltsam – für  andere.  Denn ihre Einmischung  macht wankelmütig – vor allem in  der Krise. 

 Du änderst in solchen Zeiten ständig   deine Meinung.

 

 

Leider haben Druck, Drohung und Verachtung nicht den gewünschten Effekt 

Das hätte Chilisanne wissen können. Sie erreicht nämlich, wie schon so oft, das Gegenteil von dem, was sie erreichen will.

Sie will, dass du dich bewegst, unerschrocken deine Zukunft in Hand nimmst und mit Power das tust, was du wirklich willst. 

Sie fordert dich auf, authentisch zu sein und versuchungen zu widerstehen.

innerer Mutmacher im Streit
Schöne Idee. Bloß funktioniert das nicht so. Denn da sind andere Interessen und Bedürfnisse, die dich gegen Chilisanne’s Attacken abschotten. Du machst einfach dicht. An erster Stelle steht ihr das Bedürfnis nach Anerkennung entgegen. Anerkannt werden wollen fast alle. Für sehr viele Menschen steht das im Fokus. Und wenn du das willst, ackerst du dich krumm.

  • Für ein respektables Auto  
  • und schicke Klamotten,  
  • dazu modische Brillen.  
  • Angesagter Schmuck und tolle Schuhe finden Beachtung.  
  • Reisen nicht zu vergessen.  
  • Ach ja, das Sahnehäubchen wäre das eigene Haus oder die eigene Wohnung.

Anerkennende Blicke und Bemerkungen sind dir gewiss. Soweit so gut, wenn Chilisanne nicht wäre. Sie triezt dich solange, bis du draufkommst, was du eigentlich und wirklich willst. Und dass du das nicht bloß mit Konsum erreichst. Auf einmal merkst du Unzufriedenheit. Zweifel machen sich breit. Stell dir vor, du hast schon einen Termin mit der Bank für die Neubaufinanzierung. Und ausgerechnet jetzt bist du plötzlich unentschlossen! Dabei warst du dir letzten Monat noch so sicher. Tja, da schien deine Zukunft ja auch noch sicher.

Wenn Chilisanne Zweifel nährt, musst du dich damit befassen. Denn das hilft dir, zu tun, was du wirklich willst.
Das ist unangenehm. Wenn meine innere Stimme, Chilisanne, das geschafft hat, kehren Wankelmut, Zweifel und jede Menge Bedenken dort ein, wo eben noch Gewissheit war. Als hätte ich ein Abonnement darauf, fühle ich mich hin- und hergerissen. Soll denn wirklich alles bleiben, wie es ist beziehungsweise war? Oder wage ich jetzt den Schritt in meinen Traum – komme, was wolle?

Bist du endlich in innerer

Zerrissenheit angekommen,

wird Chilisanne handzahm.

Sie ermuntert dich, aus

deiner Idee ein realistisches

Konzept zu machen. 

Es macht keinen Sinn, zu warten, bis es zu spät ist. Mir sind Menschen begegnet, die ihren tiefsten und heimlichsten Wunsch, eine weite Schiffsreise zu machen, auf die Rente verschoben haben. Vielleicht befeuerte das die boomende Kreuzfahrt. Die ist allerdings nicht dasselbe wie eine Seefahrt vor vielen Jahren. Damals reiste man auf kleineren Schiffen, solchen, auf denen man dem Meer nahe war. Plüschkomfort, Service, Seemannsgarn. Herrlich!
Heute drohen Viren, die dir Krankheit und Schlimmeres antun können.

Verwirkliche das, was du dir vorgenommen hast, lieber gleich, damit du später nicht an äußeren Veränderungen scheiterst!

Nutze deine Chilisanne und arrangiere dich mit ihr, wenn das, was du wirklich willst, nicht den Bach runter gehen soll!

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Ich möchte Sie ermutigen:  “Nutzen Sie die Macht der Führung richtig!”

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Führung
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Ich möchte Sie ermutigen: “Nutzen Sie die Macht der Führung richtig!”

Zeigen Sie sich Selbst-bewusster!

Führungskräfte führen, oder? Falls die Unternehmenskultur mitspielt. Sie wissen schon. Die Kommunikation. Falls man einander versteht. Das wäre eindeutig machbar.

Warum nehmen Führungskräfte nicht einfach ihre Power und tun das? Ich finde, sie haben nichts zu verlieren. Ihr Ruf könnte sogar bedeutend gewinnen.

Führungskräfte in Deutschland. Resigniert. Genervt. Verärgert. Zweifelnd. Sie sollen führen. In unklaren Unternehmensstrukturen, bei schlechter Atmosphäre. Sie werden missinterpretiert und bekommen selten grünes Licht, ihre eigenen Vorstellungen umzusetzen. Bürokratische Anforderungen fressen Ihre Zeit, die sie eigentlich bräuchten, um sinnvoll mit den Teams auf einen grünen Zweig zu kommen.

 

Von Führungskräften gehört

“Der ist doch nicht ehrlich!” “Niemand sagt einem was!” „Meeting – in der Zeit könnte ich mal was schaffen.” “Ich sag’ nichts mehr.” “Ich würde mir wünschen, dass mal einer ein offenes Wort sagt und auf den Tisch haut.” “Warte erstmal ab, nachher kommt es doch wieder anders.” “Ich krieg’s einfach nicht hin mit dem Team, da mache ich es lieber gleich selbst.”

Übertrieben? Nein.

Resigniert? Ja.

Führend? Nein.

 

Doch manchmal muss das einfach raus, um die Misere in sage und schreibe 35 bis 45 Prozent der Betriebe auszuhalten. Diese Zahlen haben zwei Studien erbracht.

Traurige Ergebnisse zur Selbsteinschätzung in der Führung

Das Handelsblatt berichtete am 27. Februar 2020 über die Studie Führungskräfte-Radar, die von der Denkfabrik, dem Reinhard-Mohn-Institut für Unternehmensführung (RMI) an der Universität Witten/Herdecke erstellt wurde. Die Ergebnisse der Studie Manager Barometer berichtete das Blatt auch. Von der Personalberatung Odger Berndtson in Kooperation mit dem Handelsblatt.

Zweifel, unsicher

Sind diese Einschätzungen der Führungskompetenzen realistisch?

Der Führungskräfte-Radar ergab, dass

 

  • 35 Prozent aller Führungskräfte mit der Führungsrolle hadern,
  • sie Unsicherheit und Zweifel an ihrer Eignung zur Führung hegen,
  • dies vor allem junge Führungskräfte betrifft,
  • die Unsicherheit der Vorgesetzten auf Mitarbeiter-Zufriedenheit und -Motivation abfärbt,
  • 45 Prozent der MA eine skeptische Grundhaltung besitzen.

Als Grund nannten die befragten Führungskräfte mangelnde Klarheit, bürokratische und formale Hürden. Das Fazit des Berichts: Sinngemäß bräuchten Führungskräfte unterstützende Bedingungen, um wirksam zu führen. Das ist banal. Denn jeder braucht unterstützende Bedingungen, um wirksam zu arbeiten. Dafür werden Strukturen schließlich gemacht.

Wer E-Mails schreibt, braucht einen PC oder ein Laptop. Wer präsentiert, braucht PowerPoint, Beamer und ein Publikum. Wer Flugzeuge baut, braucht Zulieferer, Ingenieure, Qualitätsmanager usw. Und wer wirkungsvoll führen will, braucht ein kommunikationsfreundliches Umfeld, eine am Dialog orientierte Unternehmenskultur. Denn Führung ist Kommunikation. Kein Wunder, dass gerade junge Manager zweifeln. Das sollten sie allerdings nicht sich selbst antun. Denn was man vermuten kann, ist, dass diese Generation entweder nicht oder nur unzureichend in ihren Job eingeführt wird.

Das Manager-Barometer kam zu ähnlichen Ergebnissen

 

Allerdings stand hier ein Motor für gute Arbeit – Freude und Sinn – im Zentrum. Das Resultat wirkt zunächst einigermaßen positiv. Denn

 

  • 55% der Führungskräfte haben Freude an ihren Aufgaben.
  • 52% der Führungskräfte finden Sinn in ihrer Arbeit.

 

Im Umkehrschluss allerdings mangelt es fast der Hälfte der Befragten an Freude und Sinn in ihrer täglichen Führungsarbeit.

Dies sei der Grund laut Handelsblatt: Das Problem liege vor allem an der ungenügenden Grundmotivation im Unternehmen.

Das muss man in Richtung Unternehmenskultur interpretieren. Sie behindert engagiertes Arbeiten und sorgt offenbar für schlechte Stimmung. Das ist gefährlich. Denn die Manager macht es auf Dauer krank und die Unternehmen unflexibel. Sie verlieren ihre besten Leute und reagieren meist zu langsam oder gar nicht auf Veränderungen.

Unternehmenskultur

Warum die Macht der Unternehmenskultur Führung erwiesenermaßen oft schwächt

Aufgrund valider Erkenntnisse – sagen wir aufgrund einer Untersuchung zur Leistungssteigerung und Tierquälerei in der Landwirtschaft – würde Frankreich eine neue Kultur verordnet: statt Gänseleber Chicken Nuggets aus dem 3-D-Drucker. Statt der Traditionsweine Massenweine, die mithilfe von Holzspänen statt Fasslagerung ihre Reifungszeit halbieren.

Das wäre bestimmt nicht durchführbar, man sieht den Aufstand förmlich vor sich. Denn mit der Gänseleber- und Weintradition ist die französische Identität verwoben. Daran erkennt man die Franzosen, auch wenn sie inzwischen Big Mac essen und ein Smoothie dazu trinken.

Ganz ähnlich verhält es sich mit der Unternehmenskultur. Verordnen lässt sich keine neue. Denn sie ist mächtig; sie bestimmt über Kooperation, Denken und Verhalten der Betriebsangehörigen sowie über die (Un-)Möglichkeiten, sich zu wandeln. Diese Macht erhält die Unternehmenskultur von ihren stärksten Argumenten.

Das sind wir, daran erkennt man uns, das hat sich bewährt; das machen wir seit eh und je so. Gewohnheiten sind so ausdauernd, weil sie sicher sind, zigtausend Mal eingeübt. Um sie ranken sich Gründungsmythen und Erfolgsgeschichten, selbst dann noch, wenn das Unternehmen schon am Abgrund steht.

Betriebe, in denen das offene Gespräch unerwünscht ist oder gar Sanktionen unterliegt, bringen die Beschäftigten dazu, sich selbst infrage zu stellen. Nicht nur, weil Mut dazu gehört, sondern auch zum Schutz der eigenen Identität. Selbst solch vergiftetes Angebot – das ihre Ausgrenzung mehr oder weniger deutlich beinhaltet – mögen sie nicht angreifen. Denn wer ausgegrenzt und entlassen wird, verliert mehr als sein Gehalt. Der falsche Vorwurf, gescheitert zu sein, stellt sich unweigerlich ein. Die Scham darüber zernagt das Selbstwertgefühl. Man muss schon sehr stark sein, um – so isoliert – zu sich selbst zu stehen.

Beharren

Wege des Status Quo

 

Dafür, dass Führungskräfte resignieren und aufgeben, sorgen weitere Faktoren. Da ist Ebene der Goodies, die auf das Halbbewusste und auf uneingestandene Wünsche treffen. Hero-Mythen und glanzvolle Geschichten, die im Unternehmen weitergegeben werden, gehören dazu. Sie wecken Emotionen. Man möchte dazugehören. Man teilt die in den Geschichten lockend verpackten, längst verblassten Werte des Unternehmens. Die Sehnsucht, teilhaben zu wollen, verdrängt das Freudlose und Hohle der Gegenwart in den Hintergrund. Man kann sich gewöhnen. Diejenigen, die das nicht können oder wollen, gehen und suchen in anderen Unternehmen nach echtem Miteinander.

DIALOG – Weg zur Entfaltung wirklicher Macht in der Führung

Ein dritter Weg ist möglich. Es ist der Weg des Dialogs, der Veränderungen ermöglicht. Meist sind es starke Persönlichkeiten, die es schaffen, sich mit anderen zu verbinden. Die Geduld und Ausdauer beweisen. Die andere überzeugen. Und die sich selbst von anderen überzeugen lassen können. Bis gemeinsame Ziele und Wege gefunden sind. Stark ist, wer sich selbst kennt und an sich glaubt.

 

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Mein Corona Tagebuch

Mein Corona Tagebuch

Die ersten zwei Wochen der Krisenbe-wältigung

In den zwei Wochen vom 18. März bis 02. April 2020 habe ich jeden Tag einen neuen Fokus, der sich mir durch die krassen Veränderungen ergab, aufgeschrieben. Eine Suche nach Orientierung zwischen Altbewährtem und dem Hier und Jetzt.

Tag 1: Wie umgehen mit der #Coronakrise?

So wie die Regierungen sich auf Altbewährtes besinnen – nationale Grenzen – so besinne ich mich gerade auf meine etwas vernachlässigte Kernkompetenz: dem Umgang mit extremer Belastung. Wie bringe ich das nun mit dem seither Entwickelten auf den gemeinsamen Nenner? Nachdenken, davon morgen mehr.

#Coronakrise
#Coronakrise

Tag 2: Wie umgehen mit der #Coronakrise?

Gestern schrieb ich: Sich auf Altbewährtes besinnen. Es geht jedoch auch um Krisenbewältigung mit Blick auf die Zukunft danach. Also Weichen stellen, Konzepte entwickeln, wie ich jetzt in die Zukunft komme, die ich mir wünsche. Wie das geht, dafür habe ich meine Forschungsergebnisse (Stabilitätsanker in extremer Belastung) praxistauglich gemacht.

Tag 3: Wie umgehen mit der #Coronakrise?

Bevor ich über Sicherheit und Stabilität in der Krise/Transformation rede, erstmal etwas zur Zukunftsvision. Denn wenn ich Bilder von dem entwickle, wohin ich wirklich will, kann ich mich dafür einsetzen. Wenn es verlockende Bilder sind, kommen erleichternde Kompetenzen dazu: dranbleiben-können und Durchhalten. Das kannst du mit der altbewährten Methode des Blicks aus der Zukunft machen. Ich mache das öfter, es entlastet und macht gute Laune. Stell dir vor, du bist im Frühjahr 2021, #Corona ist überstanden, was ist jetzt anders? In deinem Sinn?

Tag 4: Wie umgehen mit der #Coronakrise?

Weil im Schock und in der Krise plötzlich alles unsicher, ja unwirklich scheint, wächst die Suche nach Sicherheit. Denn irgendwas zu tun, nur um sich als handlungfähig zu beweisen, ist falsch. Deshalb steigt das Ansehen der Politiker, die beherzt einen sicheren Rahmen bauen, um die Gefahr einzudämmen. Das macht es möglich, dass wir uns um die sichere Zukunft unserer Geschäfte kümmern können. Dafür gibt es nun mein evidenzbasiertes Konzept mit dem Stabilitätsanker „Grenzjonglage“.

Krisenmanagement
Krisenmanagement
Krisenmanagement
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Tag 5: Wie umgehen mit der #Coronakrise?

Olaf Scholz meint, dass jetzt vielleicht „ein Zeitalter der Solidarität beginnt“. Zweifellos steigt das Bedürfnis nach Zusammenhalt und Gemeinschaft. Klatschen oder singen, musizieren aus den Fenstern ganzer Straßen demonstrieren das dieser Tage. Viele Ideen verwirklichen gerade den Traum vom Zusammenstehen, #füreinanderdasein. Konzerte im Internet, kostenfreie Angebote, der Hackaton, Schutzschirme, der persönliche Einsatz der Ärzte und Pfleger und … Wie entlastend, wie schön!

Tag 6: Wie umgehen mit der #Coronakrise?

Durch die Kontaktsperre sind wir vor allem mit uns selbst zusammen, auch mit der Familie. Viel Zeit, zu sich selbst zu kommen. Die meisten realisieren jetzt, was tatsächlich ist. Illusionen (dauert nicht lange, mich trifft es nicht …) schwinden, der Schock lässt nach. Zeit zum Nachdenken. Zeit zu überlegen, was ich wirklich will. Was stellst du dir fürs „Danach“ vor? Ich hätte dies jetzt schon gerne: dass wünschenswerte Unternehmen, Startups, Freiberufler gefördert würden, nicht nur ökonomisch „gesunde“. Darüber müssen wir reden.

Tag 7: Wie umgehen mit der #Coronakrise?

Der Streit, was Vorrang habe, Gesundheit oder Wirtschaft, hat zwischen Experten und zwischen Politikern begonnen. Und er ist falsch. Weil beides wichtig ist, in unterschiedlicher Weise: Gesundheit, soweit man sie beeinflussen kann und Wirtschaft, soweit man sie beeinflussen kann. Beides gegeneinander auszuspielen zerrüttet Vertrauen in der Bevölkerung – und in sich selbst. Es geht um die Balance zwischen der extremen Belastungskrise und der Zukunft. Was können wir selbst tun? Hol dir die Einführung in mein evidenzbasiertes Konzept Grenzjonglage.

WIE DIE CORONA-KRISE INS LEBEN EINES MANAGERS “EINBRICHT”

Tag 8: Wie umgehen mit der #Coronakrise?

Derzeit läuft vieles durcheinander: Kontaktsperren, die schon am nächsten Tag infrage gestellt werden. Hektik versus Evaluation und Geduld. Chancen ergreifen versus Hoffnungslosigkeit. Zeit, einmal zu schauen, wo wir stehen.

  1. Wir erleben ein Trauma, das alle und alles erfasst.
  2. Die typischen Reaktionen darauf: Hektik (Flucht), Passivität (Totstellreflex), Chancen ergreifen (Kampf) werden deutlich.
  3. Zeit, sich zu orientieren. Das geht mit der Strategie Grenzjonglage.

Tag 9: Wie umgehen mit der #Coronakrise?

Ein Thema, das mich als Ältere gerade umtreibt, ist die Diskussion: Wen lassen wir bei Überlastung sterben? Die Italienische Gesellschaft für Anästhesie Reanimation und Intensivmedizin regt nach dem Prinzip der Nutzenmaximierung der größten Zahl von Menschen (Kriterium: größte Anzahl geretteter Lebensjahre) an, eine Altersgrenze für den Zugang zur Intensivpflege festzulegen. Auch bei uns wird das diskutiert. Krass.

Tag 10: Wie umgehen mit der #Coronakrise?

Inzwischen ist klargeworden, dass wir nicht wissen. Wir wissen nicht, wie sich das Virus verhalten wird, wie lange es bis „danach“ dauert, wie die Wirtschaft durchhält. Es fällt schwer, das auszuhalten. Doch es bringt nichts, gleich wieder die Zukunft neu strukturieren zu wollen. Denn die hängt davon ab, wo wir miteinander stehen, wenn sie da ist. Alles, was wir „wissen“ können, ist das, was wir jetzt wahrnehmen und beobachten. Statt „zurück“ oder in die Zukunft zu planen (was nicht funktioniert), macht es Sinn, täglich zu schauen: Was ändert sich gerade, was hat sich verändert, wie verändere ich mich, wie verschieben sich Werte, was wird wichtig und was unwichtig? Und es einfach mal beim Staunen und Zugucken zu belassen – zumindest vorerst.

Tag 11: Wie umgehen mit der #Coronakrise?

Der Rückzug wirkt. Immer mehr Menschen hinterfragen nun vieles, was hinter der Alltagshektik bislang unterblieb. Zur Orientierung, wie #Corona Einfluss auf unser Leben nimmt, habe ich die Lebenszusammenhänge eines fiktiven Managers konstruiert und stelle die Frage: Was geschieht mit diesen Strukturen, Gewohnheiten und Abhängigkeiten durch die Krise? Welche Möglichkeiten hat er? Was meinst du?

Tag 12: Wie umgehen mit der #Coronakrise?

Es ist still geworden. Vielleicht weil diese Krise sich in zwei existenziellen, scheinbar unvereinbaren Polen abspielt: 1. der Chance, sich zu besinnen, was man will, was möglich erscheint und zu tun ist, 2. dem entsetzlichen Leiden der vielen, die um ihre Gesundheit kämpfen, derer, die am Virus sterben und der Angehörigen sowie all derjenigen, die gerade ihre Existenz verlieren. Ein Spagat, dem wir mit Mut, Trauer und Mitgefühl beikommen können. Diese Kluft zwischen Leid und Chance zu überwinden, steht auch für Unternehmen an.

Tag 13: Wie umgehen mit der #Coronakrise?

Den meisten ist inzwischen klar, dass es nicht zurück in die Zukunft geht. Wir müssen die Krise bewältigen. Hier und jetzt. Am Ort, wo wir sind, in der Gegenwart. Die Zukunft, jedenfalls die „danach“, muss warten. Warum? Weil niemand sie allein gestaltet. Weil wir ein Umfeld haben, das mitredet. Weil sich Konsens durchsetzen wird. Deshalb denke hier und jetzt darüber nach, welchen Konsens du willst. Verbinde dich mit anderen hier und jetzt. Halte Dissens aus und lasse dich auf Widersprüche ein. Denn die gibt es, bis du heute weißt, was du willst – und es morgen vielleicht änderst. Weil du die morgige Veränderung im Umfeld heute noch nicht einbeziehen kannst. Bleibe mutig!

Mut werde ich brauchen – und Sie vermutlich auch. Denn die Gefahren der Gesundheit, des sozialen Miteinanders und der ökonomischen Existenz verschwinden nicht einfach. Andererseits ist ein neuer Raum für Kreativität und Gestaltung geboren. Nutzen wir ihn klug!

Dr. Annefried Hahn

Autorin: Annefried Hahn

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